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Man sollte es nicht glauben, der Stern des musikalischen Abendlandes aus dem Land der Dichter und Denker, H.P. Baxxter, Chanteur der Experimental-Prog-Art-Electronic-Formation “Scooter” zog 2004 aus, nach der Klassik- und Jazzszene, die Literaturwelt zu erobern – und keiner hat’s gemerkt. Fünf lange Jahre sind vergangen seit Hans Peter “H.P. Baxxter (Scooter) liest Erzählungen von Thomas Bernhard” aufgenommen hat, nun besser spät als nie Hörbeispiele der rechten Hand Reich-Ranickis. Wer Hörbücher scheut: dieses hier glänzt mit Intonation, Charme, einem schicken Cover und einem erfahrenen Leser, wie wir ihn seit den Dieter-Bohlen-Hörbüchern nicht mehr gehört haben!
1. “H.P. Baxxter (Scooter) liest Erzählungen von Thomas Bernhard” bei fairtracks.de
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Ich hatte gestern das Vergnügen “LaBrassBanda” zu erleben, eine bayrische Combo von drei Bläsern, Bassgitarristen und einem Schlagzeuger, die Sex, Drugs and Rock ‘n Roll auf Bayrisch spielen, also Budan, Bier und Blechmusi. Mit viel Witz und Wahnsin, Covern von Techno-Hits wie “I like to move it” und immer tanzbar sind “LaBrassBanda” eine neue dekonstruktive Empfehlung und das Album “Habediehre” ein feiner Kauf. Huacht’s eich des au!
1. “LaBrassBanda” in der Sub-Bavaria-Wiki
2. “LaBrassBanda” bei MySpace
2. “Habediehre” bei Amazon
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Weil meine längere Abwesenheit ja auch genutzt und gefeiert werden sollte diese hübsche Fußnote in der Blogosphäre:
The Jancee Pornick Casino waren auch oder besonders beim zweiten Mal noch ein Erlebnis! Die Band hat sich darauf spezialisiert Surfmusik zu machen, mit Kalten-Kriegs-Klischees zu spielen (das ist aber auch gefälligst nötig mit zwei Russen und einem US-Amerikaner!) und Musiktheater und Schweiß unter die Menschen zu bringen. Nebenbei müssen sie noch einen netten Grafiker besitzen, oder um es weniger leibeigen zu formulieren: ihre T-Shirts, Buttons und all das andere Merch hat einen Platz in meinem Herzen, im Falle meines T-Shirts sogar auf meiner Haut. Gesamt macht das eine solide Dreimann-Band vom Band, in deren Fall sogar von Platte und eine grenzgeniale Live-Band, die von A (wie Alkohol) bis Z (Zugaben) mit nichts geizt. Außerdem führen The Jancee Pornick Casion doch tatsächlich einen “Freundin”-Review auf ihrer Homepage als Referenz!
1. Die offizielle “The Jancee Pornick Casino”-Homepage
2. “The Jancee Pornick Casino” bei MySpace
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Diese CD ist meine späte Bekehrung weg von den üblichen beiden Depeche-Mode-Nummern “Enjoy the silence” und “Personal jesus” (beide Videos übrigens von Anton Corbijn) hin zu etwas unbekannteren, oder zumindest seltener gecoverten Episoden (ad 1 und ad 2 nur nebenbei), im Bestehen von Depeche Mode.
In jedem Fall ist das Album meine jüngste Empfehlung für Menschen mit feinen Ohren, wenig Berührungsängsten leiser Musik gegenüber und begeisterten Melancholikern. Außerdem erinnert es mich stellenweise stark an die leisen Stücke von Nine Inch Nails, die ja schon empfohlen wurden.
“Barrel of a gun” ist dabei ein guter Einstieg für genau die Leute, die beim letzten Vergleich hell…äugig (oder so ähnlich, jedenfalls nicht -hörig) wurden und es gibt dazu auch ein Video, nur wie gesagt representativ für “Ultra” sind eher leisere Nummern und das Video ist außerdem “visuell streitbar”, um es euphemistisch zu sagen. Mein persönlicher Favorit ist übrigens “Freestate”, nur am Rande oder genauer dem Schluss der Empfehlung. Enjoy the almost-silence. Or don’t, whatever.
1. “Ultra” in der Wikipedia
2. Die offizielle Depeche-Mode-Homepage
3. “Barrel of a gun” bei YouTube
4. “Ultra” bei Amazon
(Bildquelle: Amazon.com)
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Eine CD, die ich nicht genug loben kann, in jeder Hinsicht ist, das erste und derzeit einzige Album von Bilk “This Bilk is radioactive”. Das ist klar ein Album, für jeden Grad an Hyperaktivität und Audiophile. Schweißtreibende Drum-and-Bass-Stücke (“Beyoncé” und mein persönlicher Liebling “Terminator”) und gemütlichere, aber dennoch tanzbare Nummern wechseln sich ab und das ganze wirklich großartig auf Bass, Schlagzeug, Gitarre und Synthie umgesetzt.
Nach den aktuelleren Empfehlungen mit diesem Album das erste ältere Album, allerdings grenzgenial!
1. Die offizielle Bilk-Homepage
2. Bilk bei MySpace
Kaufmöglichkeiten des Albums finden sich auf der Homepage unter “Links”
(Bildquelle: Amazon.com)
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Tom Morello, Gitarrist von Rage Against The Machine, Audioslave (†) und vielen Gastprojekten, macht solo als “Nightwatchman” politische Lieder mit Gitarre über die sich, soweit ich gehört habe, streiten lässt; klingt mir ein bißchen nach zu einfachen politischen Botschaften , aber gut.
Jedenfalls hat ebenjener,von mir musikalisch hochgeschätzte, Herr Morello “Guerilla Radio”, nebst “Killing in the name” die bekannteste Rage-Against-The-Machine-Hymne verändert. Hört selbst.
1. “The Nightwatchman” in der Wikipedia
2. Die offizielle “Nightwatchman”-Homepage

“The Slip” ist das zweite freie Album von Nine Inch Nails, klingt aber nach dem Exkurs in dieexperimentellere Akkustik von “Ghosts I” wieder “traditionell” nach Reznor mit wütendem Gesang und einer Auswahl an schnellen bebenden Nummern (Nummer Zwei “1,000,000″) und langsamen verstörenden Beiträgen (Nummer Neun “The Four of Us are Dying”); die Tradition also von den meisten Alben vor “Ghosts” in Wiederbelebung. Da mich Nine Inch Nails langsam ja sehr selten bezirken können auch hier eine Empfehlung von “1,000,000″, “Letting You”, “Discipline” und “Head Down” für das feinste Stück Verachtung.
Audiophilen und Bastlern sei noch gesagt, dass das Album auf der Download-Homepage nicht nur in MP3-Format und -Qualität, sondern auch FLAC und M4A vorliegt, falls jemand feine Ohren vorweisen kann; außerdem steht das gesamte Album unter einer “Creative Commons attribution-noncommercial share alike”-Lizenz (deren österreichisches Derivat ich für den Inhalt dieses Blogs nutze) und kann also beliebig remixt werden. Den Menschen wie mir, deren Augen sensibler sind als ihre Ohren, sei außerdem noch mitgegeben, dass ein PDF-Booklet mit schlichtem, gutem Design der ZIP-Datei beiliegt.
1. Download des Albums
2. Das Album in der Wikipedia
3. Die Nine Inch Nails-Homepage
Vorspiel: Nach dem gestrigen Augartenfest und den elenden Schmerzen vom vielen dumm-herum-springen zu den “Erkenntnissen” des Abends:
1. Seit dem letzten größeren Festival (Novarock 2006?) hat sich nix geändert: bullige, schwere Männer stellen immer noch den Großteil der Crowdsurfer
2. Der Augarten ist größer als erwartet
3. Grossstadtgeflüster sind großartig
Grossstadtgeflüster, mit ihren drei “s” Opfer der neuen Rechtschreibung, haben mit “Bis einer heult!!!” ein Album aufgenommen, dass nicht nur die hohe Akzeptanz von Satzzeichen-Verxfachung verdeutlicht, sondern sich auch für wenig elektronisch Begeisterte gut hören und noch viel besser tanzen lässt. Sechzehn Nummern aus dem Leben nach “Ich muss gar nix” klingen wieder nach Tanzen, Springen, Lautstärke und überzeugen mich als Textsklaven auch (teils, wohlgemerkt) mit feinen Fetzen Texten. “Lebenslauf” ganz speziell und “Overdressed & Underfucked” klingen für mich wie die ungeniertere Synthese aus Wir sind Helden und 2raumwohnung.
“Bis einer heult!!!” ist ein Album ohne viele Kompromisse, Majorlabel, mit viel Sex und dem guten Gefühl, dass Elektro-Tanzmusik einen nicht immer dumm zurücklassen muss. Die CD-Empfehlung für Freunde der obengenannten Verdächtigen Wir sind Helden, 2raumwohnung und Konsorten und eine Live-Empfehlung für Menschen mit stabilen Waden und gesunder Schweißproduktion.
1. “Bis einer heult” bei Amazon.de
2. Grossstadtgeflüster im Netz
3. Grossstadtgeflüster in der Wikipedia
(Bildquelle: Amazon.com)