Dekonstruktive Kritik


Was bisher nicht geschah:
30. September 2009, 4:06
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Wie konnte ich nur? Da schlage ich mir mit digitalen Anschlägen die Finger halb wund und dann vergesse ich doch tatsächlich ein riesiges Plakat hier anzunageln. Mesdames et Monsieurs, treten Sie näher und werden Sie Zeuge des wunderbaren Kunstwerks der Reklame!

Quelle: Rumpfkluft

Quelle: Rumpfkluft

Die Rumpfkluft der beiden genialen Titanic-Schmierfinken (Stephan) Katz und (Max) Goldt besticht nicht nur durch den formschönen, pragmatischen Namen, sondern auch mit T-Shirts, die sich sehen lassen könnnen (welch doppelbödiges Lob!). Und scheint in meiner Umgebung noch viel zu unbekannt, so dass ich mich nun selbst schamlos als Gaul vor die Werbemaschinerie spanne. Schließlich trage ich so möglicherweise zum Weltfrieden durch besser gekleidete, witzige Menschen bei. Enjoy!



[TEXT]Herzlich und persönlich den Vaterländern
11. September 2009, 9:07
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Vorspiel: Seit langer Zeit nun auch wieder ein Text von mir, ein Wildwuchs, eine Art Kreuzung aus Plädoyer und Satire, wie sie mir in letzter Zeit des öfteren herausrutschen. Dieser ist entstanden unter dem Eindruck der höchst kafkaesken Grenzpolitik bei der Heimreise aus dem Urlaub. Es braucht eben nicht viel, um seine Perspektive zu schärfen. Vielleicht regt der Text ja jemanden an oder auf.

Vaterlandsloser GesellOut

Ich kann unmöglich Vaterlandsverat begehen, denn mein Herz gehört meinen Mutterstaaten Pangea und Utopia. Diese beiden verdenken mir nichts und keinerlei, sie lieben bedingungslos und nehmen jedeN auf. Das soll nun keine Werbung sondern – viel ehrlicher – ungeschminkte Propaganda. Denn, wie Gandhi einen friedlichen, unbewaffneten Krieg erklärte, so will ich eine ehrliche, pazifistische Propaganda forcieren!

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[WEBCOMICS]Comics gegen Rechts und Captain Excelsior
11. September 2009, 8:58
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Jetzt aber gleich weitermachen, ich schreibe ohnehin nur in Schüben, da will ein jeder genutzt werden!

Unter den Webcomics, die ich regelmäßig lese, stechen die deutschsprachigen heraus wie bunte Hunde. Das mag an der recht jungen Comickultur (verglichen etwa mit Belgien, Frankreich oder überhaupt Japan) liegen, oder an der stets nachgesagten Humorlosigkeit, die hier teils wirklich zum schneiden in der Luft und der Sprache liegt. Wie auch immer, jedenfalls kenn ich außer den guten Herren Flix, Ruthe (Oblate?) und Sauer hierzusprache wirklich viel zu wenig gute Comicautoren.
Und manchmal hat man kein Glück und es kommt noch Pech dazu. Als sich die NSÖ, pardon eine unerträgliche, österreichische Rechtspartei für ihre Propaganda des Mediums Comic bediente, war ich nicht der einzige, der wusste jetzt muss ich etwas tun. Ich für meinen Teil schrieb wie so oft (nur leider selten hier), diesmal den Zuständigen. Andere zeichneten dagegen an, für Alle. Und schufen “Comics gegen Rechts”. Gerade aufgrund der vielfältigen Verschiedenheit sei diese Seite nun jedem herzlichst empfohlen, hier finden sich geniale Beiträge wider die ewige Dummheit.

Nun ja, und dann gibt es da eben noch die ungeheure Masse an englischsprachigen Webcomics und ich habe immer noch nicht alle hier empfohlen. “Saturday Morning Breakfast” war zwar schon, kann aber erstens nicht oft genug empfohlen werden (auch wegen der vielen Updates) und zweitens hat der Zeichner Zach Weiner, ein genialer Irrer, auch andere Geniestreiche geliefert. “Captain Excelsior” ist ein kürzerer davon, mit Chris Jones gemeinsam erdacht und nebst “The Incredibles” und “Watchmen” vielleicht der genialste Beitrag zum (Anti-)Superheldengenre. JedeR, dessen Humor die Konsistenz von Gallenflüssigkeit aufweist und/oder endlich Superhelden zerpflückt sehen möchte, ist hier richtig!



Grabsteine
11. September 2009, 8:14
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Als ich vor nicht allzu langer Zeit¹ einen Artikel las, wonach 95% aller Blog Online-Müll wären, freute ich mich erst einmal endlich Teil einer Bewegung zu sein (wie das bei uns Gebrandmarkten der  Hamburger Schule heißt). Andererseits fragte ich mich, ob durch Digitalschrott die unendlichen Weiten des Internets nicht bald den recht enden wollenden Weiten der Erdumlaufbahn gleichen werden; außerdem fragte ich mich, wie wohl Technologien wie das Internet das menschliche Gefühl von Vergänglichkeit verändern werden.

Heute kam mir eine Antwort und sie soll ruhig “hier draußen” im Internet warten, bis ich oder jemand anders sie brauchen kann. Inspiriert von einem XKCD-Comicstrip hätte ich gern als Grabstein einen LCD-Monitor mit wechselnden Aufschriften, als da wären:

  • “Sie sind der 1.000.000. Besucher dieses Grabes! Hier graben, um Goldschatz zu finden!” (rot umrahmt und blinkend)
  • Zufallsgenerierte Anzeigen aus dem Bereich Geburt, Spielsachen und Tod
  • Ein ELIZA ähnliches Chatprogramm

So, nun heißt es nur noch abwarten und trinken. Ich hoffe, es ist jemandem geholfen.

¹”vor nicht allzu langer Zeit” natürlich gemessen an meinem eigenen sehr unregelmäßigen Rhythmus, sofern ich das so schimpfen darf



[BILD]Rub the Buddha’s belly
26. Mai 2009, 10:32
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Um nach der langen Wartezeit etwas Fröhlichkeit in die leere, von Staubpixeln überzogene Dekonstruktive Kritik zu bringen und den Tag mit etwas Spam-Design (nur eben ohne Link) zu retten:

rub the buddhas belly

(Bemerkenswert natürlich auch die unglaubliche Zweideutigkeit des Bildes, das sei allerdings jedem selbst überlassen.)



Totschweigen
19. März 2009, 2:04
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Nach den Ferien und dem Wahnsinn des Wiederanfangs hätte ich beinahe die Dekonstruktive Kritik vor lauter Unregelmäßigkeit totgeschwiegen. Da ich aber zumindest die 100 Einträge noch erreichen möchte, bevor ich sprunghaft launisch wieder einmal ein Projekt zu Tode schweigen, nicht-schreiben oder sonstwie nicht-erfüllen kann, noch ein paar Gedanken, passend zur, in diesen Zeilen ausgerufenen, Themenwoche “Totschweigen”.

Die AKM, sowie die Austromechana haben sich als erste Teilnehmer dankenswerterweise bereit erklärt, bei der Themenwoche mitzumachen und mir deshalb keine Antwort auf meine, auch hier in der Dekonstruktiven Kritik veröffentlichten, Fragen zu ihren Positionen geschickt. Ist wahrscheinlich auch das beste sich nicht mit Kritik auseinanderzusetzen, sich einzuigeln und keinerlei Fortschritt an sich heranzulassen. </sarcasm> //Ich hoffe die Sarkasmusprogrammierung funktioniert, da habe ich doch tatsächlich die erste Klammer vergessen…

So gern ich mich gewissen Hypes – der natürliche Feind des Totschweigens – auch verschließe, aber auf “Der Knochenmann” (siehe auch den Trailer) und Soap and Skin kann ich ruhigen Gewissens kurz hinweisen und mit dem Etikett “Sehr zu empfehlen” versehen.

Zu guter Letzt will ich die Sektion “Webcomics” noch mit einem Beitrag zu “Totschweigen” im doppelten Sinn wiederbeleben. Orneryboy ist ein Comic rund um den titelgebenden Misanthropen, seine grundverschiede Freundin Dirtygirl und deren Hauszombie Brian. Nach so einigen Folgen, die manchmal nicht nur sehr lustig im Sinne des selbsterklärten “war on happiness”, sondern auch dank Flash visuell beeindruckend oder irgendwie neu aussahen, gab es dann lange Stille; totschweigen eben. Jetzt wird seit kurzem aber “Orneryboy” wieder aktualisiert und auch, wenn es nicht thematisch passen würde, dann ist der Comic klar eine Empfehlung für alle Zyniker, Sarkastiker und Menschen mit galligem Humor.



[BILD]Stauffenpirat
3. Februar 2009, 10:42
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Um mir für den drastischen Anstieg von Piraten schon einmal zu wappnen vor den lustigen Invaliden der See (und ihren weniger humorvollen somalischen Artgenossen, die gerade die Renaissance einläuten), und mir einen Platz abseits der Planken zu sichern mit einem freundlichen “ARR!” ein weiterer Eintrag  zu Ehren der Freunde von Haken, Holzbeinen und Papageien (und natürlich dank dem genialen Raketa-User Robert, der das Bild gemacht hat).

Auf diesem Wege, und weil ich mir sicher bin, dass richtige Piraten die Co$cientunlogic jederzeit vor die Haie schicken würden auch ein herzliches “Wann triumphiert eigentlich der vielbeschworene Hausverstand über diesen Xenu-Wahnsinn?” an Tom Manisches-Lacheln.

(Bildquelle: Raketa)



[LINKS]Für die weniger Rechts- und Revolutionsinteressierten
31. Januar 2009, 6:58
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Wem meine Anfrage zu sperrig, lang oder unpassend für den Blog und sein Motto ist, oder wer ganz einfach nicht genug Langeweile für Rechliches aufbringen kann, den will ich nicht einfach in die Kälte des Internets vergraulen, sondern mit dankbaren Links zurücklassen:

1. Das Monument der Dritten Internationale 0 10 oder der Tatlin-Turm war ein größenwahnsinnig-geniales Projekt, dass selbst Architekturunbegabte wie mich fesselt und das ich heute nur allzugern einmal sehen würde. Wikipedia sei Dank – wie immer – hab’ ich es jetzt auch wiedergefunden.

2. Auf Improv Everywhere hätte ich schon längst hinweisen sollen, haben die genialen Damen und Herren, die Musicals in Einkaufszentren aufführen, einen riesigen “Freeze” in U-Bahn-Stationen vollführen oder Jahr für Jahr ohne Hosen in U-Bahnen herumfahren mich doch noch jedesmal zum Lachen und Staunen gebraucht. Schande über mich für die Verspätung!

3. Questionable Content ist ein Webcomic rund um einen 20-something Nerd, seine Freunde und vor allem Freundinnen, die immer wieder schmerzhaft anschaulich den ganz normalen Wahnsinn von (geekigen) Beziehungsgeschichten zeigen, zwischendurch Wortwitze reißen oder einfach nur mit ihren humanoiden PCs, bzw. Gadgets streiten. Der Comic wird laufend aktualisiert, ist immer wieder für Überraschungen gut und hat sich noch nicht zu blöden Wendungen hinreißen lassen – eine Empfehlung.



Einige Fragen zum Urheberrecht an die AKM und Austromechana
31. Januar 2009, 5:07
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Das folgende Email habe ich gerade an die AKM und mit veränderten Referenzen an die Austromechana geschickt (die Entsprechung der deutschen GEMA), nun heißt es abwarten und Tee trinken. Das ist einmal wieder eine Nachricht auf deren Anwort ich sehr gespannt bin, gemäß dem Motto “Let’s see who’s side you’re on” – vielleicht finden sich Interessierte, die das ebenso empfinden (Google hat übrigens entschieden, dass sowohl Austromechana und GEMA auf der dark side of the Internet sind – zum Beweis: Austromechana | GEMA).
Außerdem kommen auch noch einige fällige Empfehlungen – etwa Johannes Kreidler – darin vor und ich habe meine Anspielungen und Hinweise nachträglich gerade noch verlinkt.

Sehr geehrte Damen und Herren der AKM,

ich bin ein Liebhaber der von Ihnen in Österreich vertretenen Kulturgüter (Audio-)Literatur und Musik und habe aus diesem Grund einige grundlegende Fragen an Sie, die mich im Zusammenhang mit Ihrer Funktion und der Ihrer Schwestergesellschaft Austromechana interessieren.

Sie, sowie Ihre Schwestergesellschaft Austromechana, scheinen mir in Ihrer Funktion und Ihren Ansichten stark der deutschen GEMA zu ähneln, mit der Sie ja auch einen Gegenseitigkeitsvertrag abgeschlossen haben. So betonen auch Sie etwa ausdrücklich, dass die “generelle Freiheit, einige Takte bzw. eine bestimmte Sekundenanzahl eines geschützten fremden Musikwerkes frei verwenden zu können” nicht der rechtlichen Situation entspricht (Zitat Ihr Internetauftritt). Da eine solche Auffassung allerdings für eine ganze Generation jüngerer Künstler, von DJs und Musikern die mit Samples arbeiten, bis zu Video-Mash-Up-Künstlern und VJs hinderlich oder im schlimmsten Falle kriminalisierend wirken kann, einige Fragen zu dieser Problematik:

1) Der deutsche Komponist Johannes Kreidler hat Ende des letzten Jahres mit seiner Aktion “Product Placements” (http://www.kreidler-net.de/productplacements.html) auf die Schwäche des restriktiven Zitatsystems für Kulturschaffende und deren Vertreter – also auch Sie – aufmerksam gemacht, indem er in einem 33 Sekunden langen Stück 70200 Fremdzitate verwendete. Obgleich das absurd wirkt hat Kreidler damit nur nach dem Willen des Gesetzes und einer Vertretung wie der Ihrigen gehandelt und wurde, spät aber doch, dafür auch noch von der GEMA gelobt. Ich denke das der Fall eindrücklich illustriert, das die extreme Position selbst Tonpartikel nachzuverfolgen, bzw. zu schützen für alle Seiten im 21. Jahrhundert absurde Folgen hat, bzw. haben kann. Ist nun Ihre Position zum Thema Zitate tatsächlich so unverrückbar, bzw. wie würden Sie auf einen Fall wie Herrn Kreidlers reagieren?
(Falls Ihnen dieser Fall zu künstlich erscheint, mache ich Sie darauf aufmerksam, dass auch populäre “gewöhnliche” Künstler ohne provokative Intention, wie beispielsweise der Musiker “Girl Talk” – http://www.myspace.com/girltalkmusic – oder die Formation “Negativland” – http://www.negativland.com – mit Ihrer Technik und Ihrer Anzahl an Zitaten dieses System ad absurdum führen könnten.)

2) Wenn sie betonen, dass auch “wenige Takte, bzw. eine bestimmte Sekundenanzahl eines geschützten fremden Musikwerkes” nicht frei verwendbar, bzw. kopier- und veränderbar sind, dann muss Ihnen doch bewusst sein, dass dieses selbe Modell auf Literatur übertragen diese E-Mail oder Ihre (hoffentliche) Antwort kriminalisiert, da ich (und auch Sie) offensichtlich kleinste Teile eines geschützten fremden Literaturwerkes (Buchstaben, Wörter, Phrasen, je nach Abstraktion) verwenden und dafür keinerlei Genehmigung von Ihnen oder Ihrer Schwestergesellschaft eingeholt habe. Sprache, Schrift, Musik und alle anderen Formen des künstlerischen Ausdrucks sind lediglich Medien, die alle auch für Kunst verwendet werden können. Warum aber verteidigen Sie die Musik oder den Film gegenüber Schrift und Sprache? Weshalb wäre es strafbar, hätte ich die Worte dieser Email als Soundcollage aus fremden Werken an sie geschickt, wo sie doch den selben Inhalt wiedergäbe?

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[WEBCOMIC]Least I Could Do
19. Januar 2009, 12:16
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“Least I Could Do” ist kurz zusammengefasst der witzige, sexistische Aufreißer unter meinen Webcomic-Empfehlungen und erzählt in kurzen Strips vom (größen-)wahnsinnigen Rayne, seinen Freunden (ein gemäßígter enger Freund, ein Streber, ein Nerd, Raynes scharfe Freundin) und den Abenteuern, die ihm sein Ego und seine Anziehungskraft auf Frauen bescheren. Der Comic glänzt natürlich aufgrund der Thematik mit politischer Inkorrektheit, dosiertem Wahnsinn und heftigen Seitenhieben. Oft aktualisiert wird er auch noch – eine Empfehlung.

1. “Least I Could Do”
2. “Least I Could Do” in der Wikipedia




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